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Lucas Heidepriem (Piano)
Johannes Schaedlich (Double Bass)
Dirik Schilgen (Drums)
Liner Notes von George Gruntz zur CD "Next Return":
"Verwunderung: ein Anstoß des Gemüts an der Unvereinbarkeit einer Vorstellung und der durch sie gegebenen Regel mit den schon in ihm zugrunde liegenden Prinzipien, welcher also ein Zweifel, ob man auch recht gesehen (gehört) und geurteilt habe, hervorbringt."
Gut 150 Jahre alte Worte unseres Immanuel Kant, welche gerade beim Jazz oberstes Prinzip sein könnten: das Recht auf Verwunderung und das in jedem Moment mögliche Auskosten der täglich erneut sich offenbarenden Vielfältigkeit an qualitativ hochstehenden Äußerungen in unserer Musik.
Zugegeben: auch ich tappte in die Falle, als mir der SWR2-Journalist Matthias Schlott während eines hochinteressanten Musiknachmittages in Freiburg/Breisgau diese hervorragende neueste CD meines Pianisten-Kollegen Lucas Heidepriem "blindfold-mäßig" abspielte. Ich war zur Stelle im Aufzählen der Namen dieser ganzen Front-Kavallerie des Piano-Jazz, die uns Kriitiker, Festival-Macher und Tonträger-Produzenten vorleiern. Einander nachplappern, abschreiben. Eine enge Gruppierung der immergleichen Namen. Albert Mangelsdorff meinte einmal, als wir 1958 an der Türe eines New Yorker Jazzclubs nebeneinander standen und eine Dame beim Hinausgehen sagte: "I don´t like the music of this newcomer" - Albert: "I liked what I´ve herad, even very much, but I´m a musician only." Albert und ich gingen in diesen Club, an diesem Abend, weil wir auf Verwunderung hofften.
Be-wunderung stellte sich ein, als ich wußte, daß die Musik vom Sohn meines ehemaligen Freundes und ebenfalls Pianisten, Waldi Heidepriem, erfunden und eingespielt wurde. Was, Moment, wie ging das? - waren meine Fragen, als Matthias Schlott Details der Entwicklung bis zu dieser CD erzählte.
Lucas Heidepriems Biographie zeigte sich an diesem Nachmittag als ein Paradebeispiel für die dramatische Existenz dieses Künstlers. Aufgewachsen in der inspirativen Atmosphäre des Elternhauses wurde er bereits jung als Schüler und Freund des bereits erwähnten Albert Mangelsdorff zum Hoffnungsträger der deutschen Jazz-Posaune. Nach bejubelten CD-Veröffentlichungen und Konzertreisen bis in´s Jazz-Dorado New York blockierte quasi über Nacht eine Lippenerkrankung das Posaunenspiel. Erst jetzt und als geborenes Musiktalent fing Lucas 1993 eine klassische Klavierausbildung an (Musikhochschule Freiburg/Br. bei Erik Siefert), die bald erstaunliche Früchte trug, deren Reife jetzt mit "NEXT RETURN" vor uns liegt.
Im Panorama der weltweiten Piano-Elite-Fußtruppen nimmt Lucas mit seiner nachdenklich-tiefsinnigen, von großer improvisatorischer Freiheit geprägter Musik einen kultur-strategisch wichtigen Platz ein: sein Werk ist eine nach innen (kontemplativ) und nach vorn (kontemporär) gerichtete Musik, was seine Wortschöpfung "contemplorary" erklärt. Sinnlichkeit als Ausdruck eines geistigen Bedürfnisses, im Jazz alltäglich über die Verwunderung, die Jedem zusteht, der nicht nur nachplappert.
Weiter so, lieber Lucas! Diese Zeilen sollen ein kollegialer Liebesbrief sein, an Deine Arbeit, die mich sehr berührt. Und wie sprach Kant auch noch? "Bewunderung ist die Verwunderung, die beim Verlust der Neugierde nicht aufhört."
George Gruntz |
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Rehearsal Room Impressions


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Presse/Kritiken
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- "Pianistischer Impressionismus reinsten Wassers ..." -
„Jazz Thing“ Ausgabe Nr. 75, Sept./Okt. 2008
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- "Das Debüt-Album, eingespielt mit glänzend disponiertem Trio, ist eine
Klasse für sich." -
"Jazz Podium", September ´08
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- "Das Warten hat sich gelohnt."
aus der "Badischen Zeitung", Freiburg/B., 07. September 2008
<.pdf-file> |
- mehr auf der Homepage des Trios
http://www.lucas-heidepriem-trio.com |
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