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Kontrabaß
Signatur: "Christopher, Chicago, 2007"
Modell: DB 200 (Sperrholz; Decke in Fichten-, Boden und Zargen in Ahorn-Furnier)
Saiten: z. Zt. Velvet "Garbo"
Pickup: "Bass-Balsereit"
Überarbeitung: der Baß hat in 2008 eine Überarbeitung in hervorragender Qualität von Wolfgang Staab bekommen - insbesondere ein neues Griffbrett samt Steg-Nachbearbeitung, andere Mechaniken etc.
- Das Griffbrett des Lieferzustandes war zwar aus Ebenholz, allerdings in - man kann nur sagen - lausiger Qualität. Es hatte diverse "zugepappte" Risse, die zwar auf der Oberfläche nicht sichtbar waren, dann aber nach dem Abnehmen von unten um so deutlicher zum Vorschein kamen. Das wäre so an und für sich für die Preislage noch halbwegs o. k. - man kann damit leben, denn das Spielen ist dadurch wenig beeinträchtigt. Jedoch hatte der Griffbrett-Rohling offensichtlich eine Stärke von deutlich unter 30 mm (vernünftig bearbeitbare Griffbrett-Rohlinge haben 35-40mm Stärke); daher konnte zum Beispiel eine Rundung, die ein sinnvolles Arco-Spiel ermöglicht, mit dem gelieferten Griffbrett nicht erreicht werden. Ebenholz wird immer seltener und teurer, auch schwieriger zu beschaffen; solche Griffbretter sind noch preisgünstig...
Nachtrag (Jan. ´09): Jonas Lohse hat berichtet, daß bei allerdings gleichen Stärken-Maße inzwischen wieder bessere Griffbretter verwendet würden.
- Der Original-Steg wurde weiter verwendet, aber natürlich nach Austausch des Griffbrettes nachgearbeitet. Er wurde in der Höhenverstell-Mechanik aufgestockt, in der Dicke verändert und die schwergängige Mechanik wurde verbessert. Der Steg ist im Holz von knapp mittlerer Qualität und wird nicht lange halten, aber ich habe entschieden, hier zu sparen und den gelieferten Steg zunächst "aufzubrauchen".
- die eigentlich ordentlichen Original-Mechaniken wurden allein aus "subjektiv-äthetischen Gründen" gegen Holzwirbel-Mechaniken (hergestellt von Rubner) ausgetauscht.
- Der Original-Stachel war zwar (auch) ordentlich - er machte einen stabilen Eindruck und soll laut Jonas Lohse sogar "Rockabilly-tauglich" sein - aber ich mag keine Stachel mit Kerben.
So eine Kerbe muß Mal für Mal in "Fummelarbeit" mit der Stachelschraube quasi gesucht und gefunden werden; die Kerben schreiben mir ständig eine Einstell-Höhe des Basses vor, was ich an und für sich schon mal nicht mag und obendrein scheinen niemals für mich passende Kerben vorhanden zu sein. Ein "Ulsa"-Rohrstachel war das Mittel der Wahl.
- Zargen-Klötze gegen das vorzeitige bzw. ständige Abreiben des (Polyurethan-) Lackes von den überstehenden Kanten der Decke und des Bodens.
Trotz der beschriebenen Mängel ist es ein guter Baß - schließlich handelt es sich ja auch um einen Bass im niedrigen Preissegment.
Er ist jetzt seit 2008 in meinem Besitz und hat sich gut in der Form gehalten (im Vergleich zu manchen anderen Fabrikaten in ebendem Preissegment, deren mangelhafte Material- und Verarbeitungsqualität - Verziehungen, Leimfugenrisse etc. - sich oft erst nach einiger Zeit herausstellt).
Er klingt (für einen Sperrholz-Baß) sehr gut, ist übrigens akustisch recht laut und daher perfekt zum Beispiel für "Outdoor-Einsätze" geeignet.
Nachtrag: J- Lohse berichtet, daß in den letzten Jahren werksseitig einige Verbesserungen vorgenommen wurden. Nachdem ich inzwischen ein paar Bässe aus jüngeren Baujahren gesehen habe, kann ich das insbesondere bezüglich der Griffbretter bestätigen (hoffentlich gibt es keine weiteren Qualitätsschwankungen mehr).
Noch zu Saiten:
hier hatte ich mal wieder eine gewisse Entwicklung durchgemacht.
Zunächst hatte ich Thomastik Spirochore aufgezogen - in diversen Variationen von "Weich" (im Handling auch bei etwas höherer Saitenlage zu weich) über "E und A Medium, D und G Weich" (erwartungsgemäß zu unausgewogen im Handling) bis "Medium" (zu hart). Alle Thomastiks klangen auf diesem Baß für meine Begriffe zu hell, nach "zu viel Draht".
Zurückgekehrt zu "D´Addario Hybrid" (meinen derzeitigen Lieblingssaiten) habe ich zunächst "Light" probiert und für zu weich empfunden. Die "Medium" hatten für meine Begriffe erst den richtigen "Dampf" und dabei blieb es seither erst einmal. Der Sound war (verhältnismäßig) gut.
Nachdem ich vor kurzem (April 2011) testhalber einen Satz Velvet "Garbo" aufgezogen habe, bin ich allerdings sehr angetan. Ich mag den Darmsaiten-Sound sowieso - in früheren Zeiten habe ich einige Jahre lang insbesondere gemischte Sätze gespielt (aus D´Addario Hybrid Light E- und A-Saiten sowie Darmsaiten D- und G-Saiten, u. a. von Lenzner). Allerdings war ich irgendwann von einigen Merkmalen der Darmsaiten so genervt - insbesondere das ständige Verstimmen - daß ich wieder zu Metallsaiten zurückgekehrt war.
Diese Velvets sind ja aus einem anderen Material als Darm (irgendeine Kunstseide oder sowas), klingen aber recht überzeugend nach Darmsaiten. Wie sie sich benehmen werden, wird also zur Zeit ausprobiert.
Der Sperrholzbaß klingt mit Metallsaiten gleich welcher Art per se nicht so besonders interessant - mit den Velvets bekommt er allerdings diesen "Old School"-Sound, der für mich ein echtes Plus darstellt. |

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