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Bild Emince Detail
Serienmäßge Konstruktion
des Hals-Ansatzes
beim "RN"

Eminence Electric Upright RN

("RN" = removable neck)

Baujahr: ca. 1999 (Vorgänger-Version zur aktuellen Serie)

Saiten: z. Zt. D´Addario "Helicore Hybrid" Medium

Pickup: "The Realist"

Überarbeitungen:
- Griffbrett abziehen.
- prophylaktisches Stimmfutter einsetzen - das alte Modell wurde dünnwandiger gebaut als Bässe neuerer Serien. Der Baß ist somit auch leichter (incl. Hardcase 15 kg), was sich bei Flugreisen, Kuriertransporten etc. durchaus ein wenig bemerkbar macht.
- Steg nachbearbeiten.
- Halsform modifizieren - der Hals wurde etwas dünner gemacht; da dieses Holz leider relativ weich ist - daher wurde wohl auch die Dicke gewählt- mußte anschließend das Griffbrett nochmals überarbeitet werden. Inzwischen "steht" er aber - es dauerte in diesem Fall etwa drei Jahre, bis das offenbar ziemlich frische Holz (hoffentlich nunmehr) stabil zu sein scheint - und alles ist somit optimal eingestellt.

Ähnlich wie beim "Christopher"-Kontrabaß mußte ich nach dem Erwerb (2003) erst einmal die o. e. recht aufwendigen Überarbeitung machen lassen - und das Hardcase mußte hinzugekauft werden.
Auch andere Exemplare, die ich seither gesehen habe, sind meiner Meinung nach ab Werk mehr oder weniger stark verbesserungsbedürftig. Ich würde sagen, daß sich der Aufwand bei meinen Instrumenten gelohnt hat, aber bin der Meinung, daß die Verkaufspreise solchen Aufwand eigentlich nicht rechtfertigen - zumindest nicht in diesem Maß, wie es bei meinen Instrumenten erforderlich war.

Der Baß klingt, beurteilt nach "möglichst naturgetreuem Kontrabaßklang" (an und für sich ein weites Feld, ist ja klar): nicht "identisch", aber sehr zufriedenstellend.

Ich hatte testweise einen "Balsereit"-Pickup appliziert, da ich den im allgemeinen Klang in der Regel einem "Realist"-Pickup vorziehen würde. Der (mitgelieferte) "Realist" hat sich jedoch bei diesem Baß deutlich überlegen gezeigt (das verbliebene Loch der Bohrung für den "Balsereit" hat den Klang übrigens nicht beeinträchtigt).

Der "Eminence" hat sich unter diversen, auch klimatisch sehr schwierigen Bedingungen insgesamt sehr gut bewährt. Auch teils äußerst unsanften Umgang mit Reisegepäck hat er gut überlebt (z. B. Afrikaner gehen hier mitunter reichlich "rustikal" zu Werke und das Case hat mit der Zeit einige Blessuren abbekommen).
Ich glaube, daß nahezu jeder "normale" Kontrabaß (auch im Hardcase) solche Reisen nicht überstanden hätte.

Verleihen?
Der Baß war mittlerweile einige Male auch ohne mich unterwegs. Ich habe ihn einigen Kollegen - z. B. für Tournéen mit dem Goethe-Institiut - ausgeliehen. Die Kollegen haben den Baß immer sehr sorgfältig behandelt und alles hat insgesamt letzlich immer sehr gut geklappt. So ist es wohl nicht verwunderlich, daß sich das in der Szene ein wenig herumgesprochen hat. Um entsprechende Anfragen hier gleich einmal zu beantworten - ich würde die Verleih-Aktionen auch wieder machen.

Schließlich haben die Institutionen, die solche Touren mit dem jeweiligen Bands durchführen, für den "Reise-Baß" eine angemessene Gebühr bereitgestellt und so geht das dann auch in Ordnung.
Neuerdings mußten daher auch Versandmöglichkeiten innerhalb Deutschlands ausprobiert werden - z. B. ist der Baß bislang ein Mal per IC-Kurier verschickt worden. Beispiel: das kostete für die einfache Strecke Mannheim - Berlin € 123.- (Stand 2010) und hat gut geklappt. Der Baß war innerhalb von vier Stunden in Berlin. Allerdings war am Bahnhof zunächst einmal etwas Überredungskunst erforderlich, denn das Reglement bei der DB zur Größe der Versand-Objekte hat ein Limit von 1 Meter Kantenlänge.

Der Baß incl. Case wiegt 15 kg, das Case ist ca. 1,24 m hoch und hat einen Durchmesser von ca. 0,35 m.

Bezugsquelle Baß: "Lando Music"/J. Lohse (s. "Links").